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Maronibrater - Schwarz

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Der Form nach ist der Maronibrater ein mit Lammfell gefütterter und rahmengenähter, hoher Stiefel für Herren aus der Schuhmanufraktur Ludwig Reiter.

Für Träger und Besitzer des Maronibraters ist es ein einzigartiger, klassischer, geländetauglicher, stadtfeiner, warmer und robuster Winterstiefel fürs Leben (gerne über der Hose getragen).  

Schwarzer, sehr warmer Ludwig Reiter Maronibrater aus einem kräftigem Juchtenleder mit winter- und geländetauglicher Sohle.

  • Ludwig Reiter Maronibrater
  • Farbe Schwarz
  • Rahmengenäht
  • Sehr warmer, Lammfell gefütterter Herren Stiefel
  • Hoher Schaft mit Filzabschluss
  • Robustes, kräftiges Juchtenleder
  • Zugschlaufen für bequemes Anziehen
  • Abriebfeste, profilierte, Schnee- und Gelände Sohle
  • Handmade in Vienna
  • 100% Leder, Gummi Sohle

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Artikel: Schuhe
Farbe: Schwarz
Artikel-Nr.: LR-BOOT372603
BRANDINFO

1885 eröffnet Ludwig Reiter I. gemeinsam mit seiner Frau Anna in Wien eine Schuhmacherwerkstatt. Bereits 1887 beliefert er die k.u.k. Sicherheitswache mit Maßstiefeln und rahmengenähten Offiziersschuhen, die aufgrund ihrer außergewöhnlichen Qualität große Anerkennung finden.

Ludwig Reiter II., der Sohn des Firmengründers, lernt zunächst bei seinem Vater das Schuhmacherhandwerk, geht aber schon in jungen Jahren auf Wanderschaft und arbeitet in Deutschland, England und Amerika. In den USA ist Reiter von 1902 bis 1908 in verschiedenen Schuhfabriken tätig und lernt dort das damals neue Goodyear-Welt Verfahren kennen – die Technik, rahmengenähte Schuhe mit Hilfe ausgetüftelter Nähmaschinen herzustellen – und ist spontan davon begeistert.

Ludwig Reiter II. wandelt nach seiner Rückkehr nach Wien ab 1909 den Handwerksbetrieb seines Vaters schrittweise in eine kleine Schuhfabrik um und führt das mechanisierte Goodyear-Welt Verfahren ein.

1919 wird das Geschäftslokal in der Wiedner Hauptstraße in Wien eröffnet und das Unternehmen Ludwig Reiter beschäftigt etwa 70 Mitarbeiter.

In den 1920er- und 1930er-Jahren entwickelt sich Ludwig Reiter zu einem der führenden Schuhproduzenten und trägt wesentlich zum internationalen Ruf der Wiener Schuhmacherkunst bei.

Am Ende des Krieges, das Rohstoff- und Schuhlager waren geplündert, die Maschinen jedoch unversehrt, kann die Produktion wieder aufgenommen werden.

Ludwig Reiter II. beschließt, sich noch stärker auf hochqualitative, rahmengenähte Schuhe zu spezialisieren und etabliert elegante, atmungsaktive, aus bestem Leder, medizinisch und anatomisch richtig hergestelltes Schuhwerk.

1960 übernimmt Ludwig Reiter III., ausgebildeter Ledertechniker, den Betrieb und baut ihn weiter aus. In den 1960er-Jahren werden nach und nach mehrere Geschäftsstellen in Wien eingerichtet und 1966 beschäftigt der Betrieb rund 130 Mitarbeiter.

Die Technik des arbeitsaufwändigen Rahmennähens wird auch während stürmischer Umbrüche der Schuhbranche in den späten 1960er- und 1970er-Jahren nicht aufgegeben, was sich später als unschätzbarer Vorteil erweisen wird.

1985: Hundert Jahre nach der Firmengründung hat Ludwig Reiter als einzige Wiener Schuhfabrik die Krise der europäischen Schuhindustrie überlebt. Im selben Jahr übernimmt Till Reiter, Sohn von Ludwig Reiter III. und Ur-Enkel des Firmengründers, die Leitung des Unternehmens – nunmehr in der 4. Familiengeneration. Später stoßen seine Brüder Uz und Lukas hinzu.

Mitte der 1980er-Jahre ist es Zeit das Sortiment grundlegend zu ändern, allerdings nur unter Beibehaltung des in Österreich beinahe „ausgestorbenen“ Rahmennähens.

Ausgehend von klassischen Wiener Schuhmodellen wie Budapester, Derby oder Norweger entwickelt die junge Geschäftsführung neue, zeitgemäße Modelle für eine sehr qualitätsbewusste Kundenschicht.

1992 erwirbt Ludwig Reiter die Arbeitsschuhfabrik C. Kitzmantel in Vorchdorf (OÖ) und übernimmt von dort neue handwerkliche Fertigungstechniken und Know-how sowie neue Schuhtypen. Aus Arbeits- und Winterstiefeln sowie Sportschuhen werden die heute sehr erfolgreichen Modelle Maronibrater und Trainer entwickelt.

Im selben Jahr wird das historische Drei Mäderl Haus in Wiens Innenstadt zum Flagship Store des Unternehmens.

2000 übernimmt Ludwig Reiter das weltberühmte Koffer- und Taschengeschäft von Franz Schulz in Wien und erweitert damit sein Sortiment mit hochwertigen, handgefertigten Akten- und Reisekoffern, Handtaschen, Reisetaschen und Kleinlederwaren.

2008 erwirbt Ludwig Reiter den Gutshof Schloss Süßenbrunn im Nordosten des Wiener Stadtgebietes. 2010 zieht das gesamte Unternehmen nach Süßenbrunn um. Die Manufaktur ist inzwischen der einzige Betrieb in Österreich, der klassische, rahmengenähte Schuhe in gewerblichem Umfang produziert.

Ludwig Reiter ist inzwischen im In- und Ausland für seine rahmengenähten Schuhe, hochwertige Sportschuhe, Damenschuhe und Leder-Accessoires bekannt. Rund 60 Mitarbeiter erzeugen jährlich insgesamt etwa 30.000 Paar Schuhe.

Mit Modellen wie dem Trainer, dem Bowling oder dem Maronibrater wurde das Unternehmen in den letzten Jahren auch zu einem international anerkannten Modelabel. Mit dem Wiener Burgtheater, dem Theater an der Wien und anderen namhaften Bühnen werden Theater- und Opernproduktionen regelmäßig mit Schuhen von Ludwig Reiter ausgestattet.

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